Heute geht es also weiter mit der
hier versprochenen Umstyleaktion des Wohnzimmers, weg vom Shabbystyle zu einem eklektischen Look:
Als wir vor zwei Jahren in diese Wohnung gezogen sind, brachte mein Mann diverse Bestandteile der Ikea Markör Serie mit (ja, damals war Kolonialstil angesagt, wir haben schon viel ausprobiert :)). Mir gefielen die klaren Linien eigentlich ganz gut, nur die Farbe war für den Raum viel zu dunkel. Weiß anstreichen wurde mir verboten, und ich bin nun auch ganz froh, dass ich mich ausnahmsweise daran gehalten habe....
Was aber tun bei hohen Decken, wo Ikeamöbel irgendwie verloren wirken? Ich habe einfach die Beine von dem TV-Board und der Vitrine abgeschraubt und beides aufeinandergestapelt, und es passt auf den Zentimeter genau! Die Kombination erinnert mich entfernt an einen Buffetschrank, sodass das Vintagekriterium ebenfalls erfüllt ist.
Damit löste sich aber noch nicht das Problem, dass der Schrank durch die dunkle Farbe wuchtig und der Raum insgesamt durch meine Sammlung an Omageschirr hinter dem Glas unordentlich wirkt. Kurzerhand sah ich also in einer Samstagabendaktion meine Tapetenreste durch, und dabei fiel mir die Gräsertapete aus den 70ern in die Hände. Ich habe einfach jeweils eine Bahn mit Masking Tape von innen gegen die Glastür geklebt, sodass nun wirkt die Schrankkombination viel ruhiger und leichter. Aber durch das Grün war es mir schon wieder zu bunt...deswegen habe ich vor ein paar Tagen im Baumarkt eine schlichte weiße Tapete mit Textur besorgt und bin nun zufrieden.


Zu den Industrialelementen: wem der Stil gefällt, der sollte auf dem Flohmarkt, bei ebay, oder in Opas Werkstatt die Augen offen halten. Zwar kann man auch in diversen Onlineshops (zB. bei
Maison du Monde) Einrichtungsgegenstände in der Art bestellen, echte Patina wirkt aber viel authentischer als aufgemalter Rost, auch wenn zugegebenermaßen das Reinigen von alten Sachen nicht sehr viel Spaß macht.
Insgesamt gesehen braucht man für einen eklektischen Look viel Geduld: man kann nicht einfach mal alles auf einen Schlag einkaufen und dekorieren, sondern sammelt vielmehr über Monate Sachen an, die einem ins Auge fallen (andere Menschen nennen das möglicherweise auch Messieverhalten....). Im Sommer fanden also diese Schubladenschätzchen und der Erntekorb aus einer Werkstattauflösung zu mir; ihr hättet mal die Blicke meines Mannes sehen sollen, als er mich und 8 von diesen Werkstattkisten abholen musste... Aber gekauft ist gekauft, ne?
Habt ihr denn schon mal Ikeamöbel aufgepimpt? Und funktioniert hier noch jemand eher ungewöhnliche Sachen als Einrichtungsgegestände um?